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Exil statt Rückkehr

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Exil statt Rückkehr

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Im Vorfeld des geplanten israelisch-palästinensischen Gefangenen-Austausches ist es zu ersten Irritationen über die konkrete Umsetzung gekommen. Bei einem Besuch in Paris zeigte sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas enttäuscht über die Ankündigung Israels einige der Gefangenen ins Exil schicken zu wollen. Dennoch äußerte er sich positiv über das Zustandekommen der Vereinbarung: “Der Austausch an sich ist eine gute Sache! Es ist unterstützenswert, die palästinensischen Gefangenen in die Freiheit zu entlassen.”

Auch in Jerusalem sehen die Freunde und Angehörigen von Gilat Shalit dessen Freilassung nach Jahren in Händen der Hamas mit Freuden entgegen. Viele Unterstützer des israelischen Soldaten hatten die Hoffnung fast aufgegeben.

In Hebron feierten tausende Palästinenser die Amnestie-Vereinbarung mit Jerusalem. Informierten Kreisen zufolge, sollen die Gefangenen am Dienstag entlassen werden. Einziger Wehrmutstropfen: Israel hat angekündigt, einige der Gefangenen nicht in den Gazastreifen oder das Westjordanland ausreisen zu lassen, sondern ins Exil zu schicken. Da dies offensichtlich besonders Angehörige der Hamas betrifft, ist die Stimmung im Gazastreifen weniger euphorisch