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Reformen nicht gewürdigt?

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Reformen nicht gewürdigt?

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Schwarzer Freitag für Spanien nach erneuter Herabstufung der Kreditwürdigkeit: bei spanischen Politikern stieß die Abstufung durch Standard & Poor’s auf Unverständnis, befinde sich man doch mitten im Reformprozess. Gerade der komme aber nicht schnell genug voran, argumentieren die Ratingagenturen. Sollte das Land sein hohes Defizit von 11 Prozent des BIP in 2009 eigentlich auf 6 Prozent reduzieren, habe man es bisher erst auf 9 Prozent drücken können.

Nach Fitch bewertet nun also auch Standard & Poor’s Spanien nur noch mit der vierthöchsten Note “AA-”. Völlig unverständlich meint die Wirtschaftsministerin:“Wir denken, dass die Rating-Agenturen unsere Reformen des Arbeitsmarktes nicht genug würdigen. Wir glauben, das diese Reform Zeit braucht, bis sie wirklich wirkt.” Die Abstufung erhöht den Druck auf Spanien, insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Denn je schlechter die Kreditwürdigkeit, desto höhere Zinsen werden für die Aufnahme neuer Schulden fällig.