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Neues Militärmuseum in Dresden eröffnet

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Neues Militärmuseum in Dresden eröffnet

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In Dresden ist das neue Militärmuseum der deutschen Bundeswehr eröffnet worden. Sieben Jahre lang dauerte der Umbau des alten Museums, das schon in der DDR oder unter den Nazis in Gebrauch war.

Der Entwurf des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind prägt es von außen; auch innen hat sich vieles geändert. “Im Unterschied zu anderen militärhistorischen Museen”, sagt Museumsleiter Matthias Rogg, “steht bei uns nicht die Technik und auch nicht das Ereignis im Mittelpunkt, sondern der Mensch: Das heißt der Mensch als Täter, als Opfer oder auch als Zuschauer von gewalttätigen Handlungen.”

Über siebenhundert Jahre spannt sich der Bogen der

Ausstellung, vom Mittelalter bis zum Afghanistankrieg. Im Mittelpunkt steht die Grausamkeit des Kriegs und das Leid, das er verursacht. Auf drastische Darstellungen wird dabei nicht verzichtet.

“Wir haben uns die Frage gestellt”, sagt Gorch Pieken, der wissenschaftliche Leiter, “was pädagogisch verantwortbar ist und was pädagogisch nicht zu verantworten ist – ob man grausame Bilder des Krieges zeigen kann, das Sterben von Tieren oder von Menschen in bewegten Bildern. Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass es pädagogisch unveranwortlich wäre, sie nicht zu zeigen: Wenn man mit dem Eindruck aus diesem Museum gehen würde, Krieg wäre etwas Harmloses.”

Zur Eröffnung des Museums ist an den ersten Tagen

bis Dienstag ein Besuch bis abends um neun möglich. Später wird es immer montags eine längere

Öffnung bis abends geben; mittwochs ist geschlossen. Bis zum Jahresende ist der Eintritt in das Militärmuseum umsonst.