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Bankenkritiker wollen vor EZB ausharren

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Bankenkritiker wollen vor EZB ausharren

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Trotz der kalten Herbstnächte wollen die Kapitalismuskritiker weiter vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt ausharren. Rund 200 Personen, die am Samstag an der Demonstration gegen die Macht der Banken teilgenommen hatten, haben in Zelten die Nacht auf dem kleinen Platz vor der Europäischen Zentralbank (EZB) verbracht. Ihre Aktion wollen sie “auf unbestimmte Zeit” verlängern. Bislang haben sie eine Genehmigung bis Mittwoch.

“Wir stehen aufgelockert vor der EZB, damit die Banker passieren können, aber sie müssen uns ins Gesicht sehen, sie sollen sehen, dass wir gegen ihre Wirtschaftsverbrechen kämpfen”, erläutert ein Demonstrant seinen Protest.

Auch in London wollen die Bankenkritiker ihren Protest auf unbestimmte Zeit fortsetzen. Rund 300 Aktivisten kampierten vor der St. Paul’s Kathedrale. Ursprünglich wollten sie zur Londoner Börse ziehen, doch die Polizei hatte die Gegend abgesperrt.

In Rom war es am Samstag am Rande der Demonstration zu den schwersten Krawallen seit Jahren gekommen. Hunderte vermummte Randalierer setzten Autos in Brand, warfen die Schaufenster von Banken und Geschäften ein und zerstörten Ampeln und Laternenmasten. Die Polizei feuerte Tränengas und Wasserwerfer auf die Menge ab. In Rom hatten Globalisierungsgegner die europaweit größte Kundgebung organisiert.