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Kapitalismusproteste: Rom brennt

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Kapitalismusproteste: Rom brennt

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In New York sind bei den Protesten gegen die Macht der Banken am Samstag mehr als 70 Menschen festgenommen worden. Die meisten Festnahmen gab es nahe dem Times Square, als sich eine Gruppe von Demonstranten der Aufforderung der Polizei widersetzte, eine Nebenstraße freizumachen. Bis zu 50.000 Menschen hatten in New York für eine schärfere Regulierung der Banken und gegen die Macht der Konzerne demonstriert.

Inspiriert von der amerikanischen “Besetzt-die-Wall Street-Bewegung” hatten sich am Samstag weltweit mehrere hunderttausend Menschen an weitgehend friedlichen Anti-Banken-Protesten beteiligt. Zu schweren Ausschreitungen kam es in Rom. In der italienischen Hauptstadt lieferten sich Autonome Straßenschlachten mit der Polizei. Autos wurden angezündet, Schaufenster eingeschlagen, Geschäfte geplündert, eine Kirche beschädigt. Die Stimmung in Italien war auch dadurch aufgeheizt, dass der umstrittene Ministerpräsident Berlusconi erst am Freitag eine weitere Vertrauensabstimmung im Parlament gewonnen hatte. In Rom hatten Globalisierungsgegner die europaweit größte Kundgebung organisiert.

In Berlin kam es zu Rangeleien zwischen Polizei und Demonstranten, als die Ordnungskräfte eine Sitzblockade vor dem Bundestag auflösten. In Frankfurt durften Kapitalismus-Kritiker vor der EZB ein Zeltlager aufbauen.