Eilmeldung

Eilmeldung

Arabische Liga setzt Syriens Mitgliedschaft nicht aus

Sie lesen gerade:

Arabische Liga setzt Syriens Mitgliedschaft nicht aus

Schriftgrösse Aa Aa

Die Außenminister der Arabischen Liga haben Regierung und Opposition in Syrien aufgefordert, die Gewalt zu beenden. Man biete Vermittlung in einem Dialog an, der in den kommenden zwei Wochen beginnen sollte, auch um “eine Intervention von außen abzuwenden.”

Auf ihrer Dringlichkeitssitzung in Kairo konnte sich die Arabische Liga allerdings nicht darauf verständigen, die Mitgliedschaft Syriens auszusetzen. Das hatte der Golf-Kooperations-Rat vorgeschlagen.

Generalsekretät Nabil Elaraby:

“Wir können nicht schweigen zu dem, was in Syrien passiert. All die Gewalt und das Töten, das macht uns traurig, das Kämpfen. Die Arabische Liga und alle arabischen Länder haben eine große und echte Verantwortung, diese Krise in Syrien zu beenden.”

Seit Mitte März sind nach UNO-Zahlen in Syrien mehr als 3000 Menschen bei Zusammenstößen und Übergriffen umgekommen.

Begräbnisse werden oft zu Protest-Demonstrationen, wie jüngst in Dair az-Zur, im Nordosten des Landes.

Die Arabische Liga ist tief gespalten – zu den 22 Mitgliedern zählen Staaten wie Tunesien, Ägypten und Libyen unter neuer Führung, aber auch Länder wie Syrien oder Jemen, wo Proteste gewaltsam niedergeschlagen werden.

Zuletzt hatte die Organisation im Februar dieses Jahres die Mitgliedschaft Libyens ausgesetzt.

mit dpa, AP, afp, Reuters