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Eine Woche lang steht Griechenland still

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Eine Woche lang steht Griechenland still

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Die Griechen haben mit massiven Streiks gegen die Sparpolitik begonnen, die im Lauf der Woche noch ausgeweitet werden sollen. Der Fährverkehr ist betroffen, Finanzbeamte, Zöllner und Ärzte der staatlichen Versicherung streiken, Taxi-, Bus- und U-Bahnfahrer und Journalisten wollen folgen, der Flugverkehr soll ebenfalls lahmgelegt werden und Athens Müllabfuhr streikt schon den zehnten Tag in Folge.

Die Bürger sind geteilter Meinung: Ein Rentner in Athen sagt, sie müssten Geduld haben und abwarten, ob die Sparpolitik am Ende etwas bringt.

Ein anderer Grieche hingegen fordert Neuwahlen: “Herr Papandreou kann das nicht länger allein machen. Und ich bin sicher, dass sie noch mehr Maßnahmen durchdrücken.”

Die Finanzbeamten haben ihr Ministerium besetzt – wie soll der Staat da Geld eintreiben? Zur Wochenmitte soll der Streik seinen Höhepunkt erreichen, denn am Donnerstag stimmt das Parlament über weitere Sparvorgaben ab und über ein Gesetz, das die Entlassung von Staatsdienern ermöglicht. Die Regierung hofft derweil auf eine Entscheidung über eine dauerhafte Lösung für sein Land beim EU-Gipfel am Sonntag.