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Erneut Tote bei Protesten im Jemen

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Erneut Tote bei Protesten im Jemen

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Mindestens 20 Regimegegner sind am vergangenen Wochenende bei Demonstrationen im Jemen getötet worden. Das berichten Aktivisten und Sanitäter. Demnach starben am Samstag im Zentrum von Sanaa zwölf und am Sonntag mindestens vier weitere Menschen, als Bereitschaftstruppen mit Tränengas, Wasserkanonen und scharfer Munition gegen Protestzüge der Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih vorgingen. Fünf Menschen wurden im nördlichen Stadtteil al-Hasaba bei Gefechten zwischen Pro-Regime-Verbänden und Kämpfern des abtrünnigen Stammes-Scheichs Sadik al-Ahmar getötet. Augenzeugen berichteten, dass Heckenschützen von den Hausdächern in die Menschenmenge gefeuert hätten. Videos, die von der Opposition ins Internet gestellt wurden, zeigten Männer, die Verletzte wegschleppten, die an Kopf und Brust stark bluteten. Im Hintergrund waren Schüsse zu hören. Nach Angaben der Opposition töteten Salihs Sicherheitskräfte seit Beginn der Proteste fast 1500 Menschen.