Eilmeldung

Eilmeldung

François Hollande - Präsidentschaftskandidat der französischen Linken

Sie lesen gerade:

François Hollande - Präsidentschaftskandidat der französischen Linken

Schriftgrösse Aa Aa

Hier kommt der Sieger. Zumindest für die Vorwahlen der Linken. Dieser François Hollande wird im kommenden Jahr bei der Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy antreten.

Basisdemokratisch haben ihn Anhänger der Linken aus 6 Bewerbern ausgewählt.

Die Aufgabe, die ihm bevorsteht, nimmt er sehr ernst, er weiß, dass es schwer wird für ihn angesichts der hohen Erwartungen all jener Franzosen, die von der Politik eines Nicolas Sarkozy genug haben.

Jetzt jubeln sie ihm zu, ihm und seinen fairen Mitstreitern, die versprochen haben, von nun an gemeinsam nur noch den politischen Gegner zu bekämpfen .

Francois Hollande contra Nicolas Sarkozy – auf solche Bilder sollten wir uns für die nächsten Monate einstellen.

Aufgewachsen ist Francaois Hollande, der 1954 in Rouen geborene Sohn eines Arztes, in der Normandie. Seine stolze Mama erzählt jetzt gern, dass er schon als Kind sagte, wenn ich groß bin.

Er hat hart an diesem Ziel gearbeitet, es auf die Elititeschule ENA geschafft, wo er auch seine langejährige Lebensgefährtin Ségolène Royal traf.

Das Paar bekam 4 Kinder, beim Mutterschaftsurlaub für das jüngste war sie schon Ministerin, denn ihr Aufstieg gelang zumindest spektakulärer als seiner. Ein anderer Francois – Mitterrand nämlich, Frankreichs erster linker Präsident, hatte das talentierte Paar Anfang der 80er in seine Nähe geholt. Hollande wurde dann aber eher eine Art “sherpa”, so ein unersetzlich nützlicher Geist für die Politiker im Rampenlicht. Als Jospin 1997 die Regierung übernahm, wurde Hollande Parteichef. Elf Jahre machte er den Job , unspektakulär und fleißig. Und immer im Schatten seiner attraktiven Gefährtin. Verheiratet war das Paar nie. 2007 – vor der letzten Präsidentschaftswahl – nannten die Franzosen sie die “Madonna der Umfragen”. Er war zwar der Parteichef, was zumeist den Anspruch auf die Spitzenkandidatur begründet – die jagte sie ihm aber mit dem Hinweis auf ihre besseren Umfragen ab. Das Ende ist bekannt. Sie verlor die Wahl und er gewann eine neue Lebensgefährtin.

Mit einige Kilo weniger wirkte er auch nicht mehr wie das “gemütliche Onkelchen au der Provinz”

Auch diese Äußerlichkeit gab seinen Worten, nun ganz nach oben zu wollen, den nötigen Nachdruck.

Ein halbes Jahr Wahlkampf hat er noch vor sich. Man wird sehen.