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Freude bei Palästinensern vor Gefangenenaustausch

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Freude bei Palästinensern vor Gefangenenaustausch

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Insgesamt 1027 Palästinenser will Israel in den kommenden zwei Monaten freilassen, in einem ersten Schritt an diesem Dienstag zunächst 477. Doch selbst nach der Freilassung werden noch mehr als 4100 Palästinenser in israelischen Gefängnissen bleiben. Sie sind teilweise zu langen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie an Terroranschlägen beteiligt waren oder von Israel als Sicherheitsrisiko eingeschätzt werden. Auch die aus der Ukraine stammende Irena Sarahana ist unter den Frauen, die freikommen sollen. Sie hatte einen Palästinenser in inem Flüchtlingslager bei Betlehem geheriatet und soll an Selbstmordanschlägen beteiligt gewesen sein. Ihre Schwiegermutter sagt, sie habe sich gefühlt, als würde sie fliegen, als sie die Nachricht erhalten habe. Sie habe ihren Mann umgehend informiert, er solle der Kleinen sagen, dass ihre Mutter zurückkomme. Sarahna ist seit mehr als zehn Jahren in Haft, ihre Tochter hat sie kaum gesehen. Jetzt wird sie wieder mit ihr zusammen leben können. “Ich war acht Monate alt, ich war ein Baby”, sagt Sarahnas Tochter. “Ich kannte meine Mutter nicht. Jetzt bin ich jung und sie wird freigelassen, ich bin glücklich.” Ein Großteil der Häftlinge soll in der Nacht zum Dienstag vom Keziot-Gefängnis aus in Bussen zum Übergang Kerem Schalom an der Grenze zum Gazastreifen gebracht werden. Andere Häftlinge, die in das Westjordanland zurückkehren, sollen zum Übergang Beitunia gefahren werden.