Eilmeldung

Eilmeldung

Geteilte Meinungen in Israel über Gefangenenaustausch

Sie lesen gerade:

Geteilte Meinungen in Israel über Gefangenenaustausch

Schriftgrösse Aa Aa

An diesem Dienstag soll Gilad Schalit nach fünf Jahren in der Gewalt der islamistischen Hamas im Gazastreifen nach Hause kommen. Seine Familie kommt aus der Siedlung Mitzpe Hila in Nordisrael in der Nähe der libanesischen Grenze. Dort freuen sich die Menschen auf die Rückkehr des inzwischen 25-Jährigen. Im Gegenzug für Schalits Freilassung will die Regierung insgesamt mehr als 1000 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen entlassen. Staatspräsident Schimon Peres dankte der Regierung dafür, dass sie trotz aller Unsicherheit ihre kollektive Verantwortung wahr genommen habe: “Freunde und Kollegen, lasst uns die Familien umarmen, die ihre Geliebten im Terrorkrieg verloren haben. Niemand kann sich von dieser Trauer befreien und dennoch geben sie sich ihrer Nation in Würde und Anstand hin”, so Peres.

Doch nicht alle Israelis sind mit dem Austausch einverstanden. Das Höchste Gericht des Landes nahm Beratungen über mehrere Klagen seitens der Terroropfer-Organisation Almagor auf. Bench Benzyhamm hat bei einem Selbstmordanschlag im Jahr 2002 seine Schwester verloren. Er könne sich nicht mehr freuen, sagt er, nicht mehr glücklich sein, denn er fühle sich schuldig, wenn er sich freue.