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Hollande Präsidentschaftskandidat der Sozialisten

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Hollande Präsidentschaftskandidat der Sozialisten

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Der Sozialist François Hollande wird bei der französischen Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr gegen den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy antreten. Der langjährige Parteichef gewann die Stichwahl der Parti Socialiste deutlich vor seiner Rivalin Martine Aubry.

Bei einer Gedenkveranstalung an das Massaker an Algeriern in Paris vor 50 Jahren war Hollande mit einer Rose zu sehen – wie Francois Mitterrand 1981, als dieser die Präsidentenwahl gewann. Er suche keine Symbole, so Hollande, es sei ein Zufall, dass er heute an diesem Ort an einer Gedenkzeremonie teilnehme. Hollande rief die Linke zur Einheit auf. Von nun an gehe es in die echte Schlacht, man habe zwei Gegner – die Rechte und die extreme Rechte. Hollande kam auf knapp 57 Prozent der abgegebenen Stimmen. Nach Auffassung des Meinungsforschers Frederic Dabi hat Hollande mit seinem Sieg bei den Vorwahlen von 79 Prozent der Franzosen eine große Legitimität erhalten. Das erzeuge eine echte Energie, eine besondere Dynamik für Hollande. Sozialisten-Chefin Martine Aubry erkannte ihre Niederlage gegen Hollande an. Sie hatte für die Zeit der Vorwahl ihr Parteiamt ruhen lassen. Auch sie rief die Linke zur Geschlossenheit auf und stellte sich hinter Hollande.