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Nach der Groß-Demo: Kapitalismuskritische Zeltlager bleiben

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Nach der Groß-Demo: Kapitalismuskritische Zeltlager bleiben

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Die Unentwegten unter den “Empörten” haben sich nach den weltweiten Protesten am Samstag in London und anderen Städten häuslich auf der Straße eingerichtet. An der Saint Paul’s Cathedral am Rand des Londoner Finanzzentrums umfasst das kapitalismuskritische Zeltlager um die hundert Zelte.

“Das eine Prozent an der Spitze, bei Goldman Sachs und im Finanzsektor, hat alle Macht, ich meine die Macht, Geld zu machen. Jetzt geht es darum, die 99 restlichen Prozent zu vereinen und uns klarzumachen, dass der die Macht hat, der zu den 99 Prozent gehört, egal wieviel Geld er hat”, erklärt eine Zeltende optimistisch.

Gleiches Bild, andere Stadt: Auch am Fuße des Herrschaftszentrums von Jean-Claude Trichet in Frankfurt am Main wird gezeltet. “99 Prozent”, wie sie sich nennen, haben die Demonstranten aber nirgends auf der Welt hinter sich scharen können, die paar tausend Teilnehmer pro Stadt wurden von manchen als Gegenteil einer Massenbewegung abgetan. Dafür harrt der Rest, ob in London, Frankfurt oder in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana umso hartnäckiger aus. Trichet und andere Spitzenpolitiker Europas zeigten sich verständnisvoll – ob Taten folgen?