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Somalische Milizen drohen Kenia mit Vergeltung

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Somalische Milizen drohen Kenia mit Vergeltung

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Kenianische Truppen sind weiter auf südsomalisches Terrain vorgedrungen. Die somalische Al-Schabaab-Miliz, die das Gebiet kontrolliert, teilte ihrerseits mit, die Soldaten mit allen Mitteln zurückzudrängen, und drohte Kenia mit Vergeltung.

Die Regierung in Nairobi hatte am Sonntag nach der Entführung mehrerer Ausländer in Kenia die Offensive gestartet, um eine Pufferzone im Grenzgebiet zu schaffen. Zunächst war unklar, ob auch die Übergangsregierung von Somalia darüber informiert wurde. Der somalische Botschafter in Nairobi, Mohammed Ali Nur, sprach sich später aber klar für den Vorstoß aus: “Die kenianische Regierung hat sogar die Pflicht, sich zu verteidigen und ihr Territorium und ihre Bürger zu schützen. Es ist nichts Falsches daran, sein Land und seine Bürger zu verteidigen.”

Auch die somalische Armee kämpft gegen die Milizen im Grenzgebiet. Sie verkündete am Sonntag wichtige Geländegewinne. Kenias Außenminister erklärte, mit der Offensive komme man einem Gesuch der somalischen Regierung nach, handele jedoch auch im eigenen Interesse.

Vergangene Woche waren zwei spanische Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” nahe dem kenianischen Flüchtlingslager Dadaab entführt worden. Es wird angenommen, dass sie von al-Schabaab-Kämpfern nach Somalia verschleppt wurden. Zuvor waren schon eine Britin und eine Französin aus Kenia nach Somalia entführt worden.