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Abstufung Spaniens macht Euro-Schuldenkrise komplizierter

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Abstufung Spaniens macht Euro-Schuldenkrise komplizierter

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Die Ratingagentur Moody’s hat mit ihrer Herabstufung Spaniens den Druck auf die Eurozone erhöht, eine Lösung in der Schuldenkrise zu finden.

Spanien verlor gleich zwei Noten seiner Kreditwürdigkeit, die von “Aa2” auf “A1” sank.

Damit ging Moody’s härter vor als zuvor die beiden anderen großen Agenturen Fitch und Standard & Poor’s.

Spanien muss nun vermutlich mehr Zinsen für seine Kredite bezahlen. Denn das Wichtigste im Finanzsystem sei das Vertrauen der Investoren, meint der spanische Volkswirt Juan Maria Concha.

Wenn Rating-Agenturen, die Investoren beraten, einem Staat kein Vertrauen schenkten, dann würden die Dinge für diesen Staat kompliziert. Die Staatsschuld werde dann nämlich deutlich steigen.

In dieser Lage sind inzwischen einige Länder der Eurozone. Zuletzt warnte Moody’s Frankreich vor einer Abstufung. Die Schuldensünder Spanien und Italien dagegen wurden wegen ihrer schlechten Haushaltsführung direkt abgestraft.

Sollte sich die Bonität Frankreichs in naher Zukunft verschlechtern, wäre auch der Beitrag des Landes zum EU-Rettungsfonds EFSF in Gefahr. Denn die Topnote ist Voraussetzung dafür, daß der Fonds zu den besten Konditionen Geld am Kapitalmarkt aufnehmen kann. Ein Verlust des Triple-A-Ratings für Paris hätte daher zur Folge, dass das gesamte Konstrukt des EFSF in seiner jetzigen Form nicht mehr haltbar sei, hieß es bei Analysten