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EZB-Chef Trichet verabschiedet

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EZB-Chef Trichet verabschiedet

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Nicht unbedingt die beste Zeit, um als EZB-Chef seinen Hut zu nehmen: Zum Abschied für Jean-Claude Trichet gaben in Frankfurt am Main auch ein paar Kapitalismuskritiker ihre Vorstellung.

In der Alten Oper verabschiedeten derweil Europas Spitzenpolitiker ihren obersten Währungshüter nach acht Jahren Amtszeit. Trichet war zuletzt wegen der Ankäufe von Staatsanleihen potentieller Pleiteländer durch die EZB in die Kritik geraten.

Jetzt sei es nötig, das Krisenmanagement in drei Bereichen abzuklären: Die Kapazitäten des Euro-Rettungsfonds EFSF müssten ausgebaut werden, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten, das Kapitalpolster der europäischen Banken müsse gestärkt werden und es müsse eine angemessene, mittelfristige Lösung für Griechenland gefunden werden, gab Trichet seinem Nachfolger Mario Draghi und den übrigen EU-Größen auf den Weg.

Er selbst hatte vergeblich mehr Haushaltsdisziplin und Einhaltung des Stabilitätspaktes gepredigt. Beim Hauptziel der EZB, niedriger Inflation, kann er dagegen auf Erfolg verweisen.