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Freudentag im Nahen Osten

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Freudentag im Nahen Osten

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Im Gazastreifen und im Westjordanland finden palästinensische Häftlinge mit Familie und Freunden in den Alltag zurück.

Nafez Herez verbrachte 26 Jahre hinter Gittern. Er wurde für den Mord an mehreren israelischen Soldaten verurteilt.

Einen seiner Söhne hatte er noch nie zu Gesicht bekommen. Jetzt kann er sein Glück kaum fassen:

“Nach 26 Jahren Gefangenschaft bin ich zum ersten Mal aufgewacht, umrundet von meinen Kindern und meinen Enkeln, die mich umarmten und küssten. Das ist ein wunderbares Gefühl. So gut ging es mir seit langem nicht.”

Die Freigelassenen erhielten von der Hamas Geld, um ihre Gäste mit Süßigkeiten, Gebäck und Tee bewirten zu können. Der 53-jährige Alla Bazian genießt die unverhoffte Freiheit: “Nach diesem herzlichen Empfang ist all das Leid der vergangenen 30 Jahre vergessen.”

An diesem Tag der Freude denken manche

palästinensische Familien auch an Gilad Schalit. Die Mutter eines Häftlings meinte, sie fühle mit den Eltern von Schalit, die ihren Sohn endlich wieder in die Arme schließen können.