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Verdacht auf Zinskartell bei Banken

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Verdacht auf Zinskartell bei Banken

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Die EU-Kommission wirft mehreren europäischen Großbanken unlautere Geschäftspraktiken vor.

Gegen die Institute besteht der Verdacht, Zinssätze manipuliert zu haben. Möglicherweise hätten sie versucht, den Euribor-Zinssatz zu ihren Gunsten zu beeinflussen, teilte die EU-Kommission mit.

Die Namen der betroffenen Banken nannte sie indes nicht. Es gehe dabei aber nicht um den Euribor selbst, meinte der Vorsitzende des Europäischen Bankenverbandes. Die Frage sei, ob manipuliert worden sei oder nicht. Der Euribor sei ein sehr genau überwachtes System; der Verband sei sicher, daß das Problem nicht von den Banken komme.

Der Euribor ist der Zinssatz, den europäische Banken untereinander beim Handel von Einlagen verlangen. Er ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze für Kredite und Anlageprodukte.

Preisabsprachen zum Schaden von Konkurrenten oder Verbrauchern sind in der EU verboten. Allerdings betonte die Kommission, dass bisher nur ein Anfangsverdacht vorliege. “Die Kommission hat den Verdacht, dass die Unternehmen EU-Recht verletzt haben, das Kartelle und unlautere Geschäftspraktiken verbietet”, schrieben die Kartellwächter.