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ETA will endgültig bewaffneten Kampf aufgeben

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ETA will endgültig bewaffneten Kampf aufgeben

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Mehrmals hat die baskische Untergrundorganisation ETA Waffenstillstände angekündigt – und gebrochen: Nun hat sie offiziell das endgültige Ende ihrer “bewaffneten Aktivitäten” verkündet. Außerdem forderte sie die Regierungen von Spanien und Frankreich zu direkten Verhandlungen auf. Ob die Organisation, die von EU und USA als Terrororganisation eingestuft wird, ihre Waffen auch abgeben und sich auflösen will – dazu kein Sterbenswörtchen.

Nachdem die ETA die Regierung Zapatero, die eigentlich gesprächsbereit gewesen war, mit dem Bruch eines früheren Waffenstillstandes verprellt hatte, biss sie danach mit allen weiteren Erklärungen beim Ministerpräsidenten auf Granit, er forderte hartnäckig den endgültigen Verzicht auf den bewaffneten Kampf.

Nun sprach er von einem Sieg der Vernunft und der Demokratie. Er denke in diesem Moment besonders an die baskische Gesellschaft, und sei überzeugt, dass sie von nun an ein Zusammenleben genießen könne, das nicht mehr mit Angst und Einschüchterung verbunden sei, sondern ein Zusammenleben in Freiheit und in Frieden.

Die Ankündigung folgte einer internationalen Konferenz unter Vorsitz von Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan. Diese hatte die ETA zur Niederlegung der Waffen aufgerufen. Durch zahlreiche Festnahmen war die ETA zuletzt geschwächt. Gleichzeitig erstarkte das Lager derjenigen Separatisten, die auf politischem Weg ihre Ziele erreichen wollen.