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Hoffen auf eine demokratische Zukunft


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Hoffen auf eine demokratische Zukunft

Der britische Premierminister David Cameron ist Stolz auf die Rolle, die Großbritannien beim Sturz von Muammar Gaddafi gespielt hat.

Gleichzeitig erinnerte er auch an die Opfer: “Ich glaube, heute ist der Tag, um an aller Opfer Gaddafis zu gedenken. Angefangen bei denen, die in Zusammenhang mit dem PanAm-Flug über Lockerbie getötet wurden, über Yvonne Fletcher, die in London erschossen wurde – bis zu den Opfern des IRA-Terrors, die durch den Einsatz von libyschem Semtex-Sprengstoff getötet wurden. Wir sollten auch an die vielen, vielen Libyer denken, die durch die Hände des brutalen Diktators und seines Regimes ums Leben kamen.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, Libyen trete jetzt in den Übergangsprozess ein. Es sei wichtig, dass die neuen Machthaber gemeinsam an einer demokratischen Zukunft des Landes arbeiteten und die Menschenrechte respektierten. Man müsse die Verbrechen der Vergangenheit aufarbeiten, aber auch den Weg der nationalen Versöhnung einschlagen.

Bei einem Treffen mit dem niederländischen Regierungschef Mark Rütte in Moskau forderte auch der russische Präsident Dmitri Medwedew, Libyen müsse ein moderner demokratischer Staat werden. Er hoffe nach dem Tod Gaddafis auf Frieden in Libyen.

Es gab aber auch kritische Stimmen aus Moskau. So meinte Medwedews Sondergesandte für Nordafrika, die Situation in Libyen habe sich durch den Tod Gaddafis nicht radikal verändert, bis zum Ende der Krise sei noch ein weiter Weg.

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