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Merkel und Sarkozy vor Krisengipfel uneins

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Merkel und Sarkozy vor Krisengipfel uneins

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Das LAST-MINUTE-Krisentreffen in Frankfurt von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy ist erfolglos geblieben. Frankreichs Präsident Sarkozy hatte sich in letzter Minute zur Verabschiedung von EZB-Chef Trichet in der Alten Oper eingeladen und sogar die Geburt seiner Tochter verpasst. Aber kein einziger Streitpunkt konnte ausgeräumt werden. Deutschland will ein Teil-Kasko-Modell für den Rettungsschirm. Doch Frankreich sperrt sich gegen die sogenannte Versicherungslösung, die auch private Investoren dazu anregen soll, Geld in den EFSF einzubringen. Paris will eine Art Banklizenz für den EFSF, während Berlin fürchtet, der Rettungsplan könne sich in ein Fass ohne Boden verwandeln.

Hermann Van Rompuy soll am Sonntag zum Mister Euro ernannt werden – zusätzlich zu seinem Posten als Präsident des Europäischen Rates.

Der Streit zwischen Berlin und Paris so kurz vor dem EU-Gipfel schlägt den europäischen Börsen auf den Magen. In Frankfurt wurden am Donnerstagmorgen zum Handelstart Kursverluste verzeichnet – genau wie in Südeuropas Krisenstaaten. EU Kommissionspräsident versucht die Lage zu beruhigen, indem er zum Kompromiss aufruft.

Doch ruhig blickt zur Zeit niemand auf den Euro-Krisengipfel am Sonntag. Am allerwenigsten die Kapitalismusgegner von Occupy Frankfurt, die mit falschen Euros um sich warfen. Ihr Sprechchor lautete: “Merkel, Juncker, Barroso und Co machen nur die Banken froh”.