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Ohio Safari

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“Es war, als wäre die Arche Noah gestrandet”, sagte ein Augenzeuge – mehr als 50 frei herumlaufende Bären, Tiger, Löwen und ähnlich gefährliche Tiere haben die Einwohner einer Kleinstadt im US-Staat Ohio in Angst und Schrecken versetzt. Die Tiere kamen aus einem Privatzoo, auch Orang-Utans, Kamele oder Geparde liefen frei herum.

Der Besitzer des 40 Hektar großen Reservats habe Selbstmord begangen, vermutet die Polizei, und vorher Käfige und Gatter geöffnet.

Matt Lutz, Sheriff von Muskingum County:

“Hier geht es ja nicht um Hund und Katz von Herrn Jedermann. Wir mussten mit ausgewachsenen Bengalischen Tigern fertig werden, 150 Kilo schwer. Als wir abends dorthin gerufen wurden, ging die öffentliche Sicherheit vor. Also habe ich die Order gegeben, ausbrechende Tiere zu erschießen.”

Die meisten Anwohner geben ihm recht.

Eine Nachbarin:

“Das macht Angst. Du weißt nicht, wo die Tiere herumlaufen. Und wenn die Polizei sie nicht fängt, geht hier alles drunter und drüber.”

Schulen blieben geschlossen, Straßen wurden gesperrt, Dutzende mit Gewehren bewaffnete Polizisten gingen auf Jagd nach exotischen Tieren.

Das Ende der Safari: 48 Tiere wurden erlegt, sechs gefangen und in einen Zoo gebracht.

Ein Wolf und ein Affe fehlen noch.

mit Reuters, AP, dpa