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Galileo, das europäische Satelliten-Navigationssystem

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Galileo, das europäische Satelliten-Navigationssystem

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Von der EU-Kommsision mit über fünf Milliarden Euro finanziert und von der Europäischen Weltraumbehörde ESA ausgeführt, soll Galileo präziser arbeiten und für eine bessere Abdeckung sorgen, als seine Konkurrenten, das amerikanische GPS und das russische GLONASS. Dafür sorgen ein dichteres Satellitennetzwerk und eine höhere Umlaufbahn.

Galileo ist gewissermaßen das europäische Gegenstück zu GPS. “Es ist gut, wenn es mehrere Navigationssysteme gibt, das steigert die Zuverslässigkeit”, erläutert der belgische ESA-Experte Dirk Frimout.“Die Zahl der Anwendungen ist so groß, dass sich die beiden Systeme ergänzen werden, statt mit einander zu konkurrieren.”

Das amerikanische Global Positioning System verfügt über 24 Satelliten, Galileo sieht ein Netzwerk aus 30 stationären und mobilen Satelliten in 23 Kilometern Höhe vor. Der Start der nächsten beiden Gallileo-Satalliten ist für das erste Halbjahr 2012 geplant. Sobald die ersten vier Satelliten ihre endgültige Position erreicht haben, beginnt die entscheidende Testphase für das System. Mindestens 18 Satelliten sind notwendig, damit es normal arbeiten kann.

Galileo soll in erster Linie für zivile Dienste genutzt werden, etwa bei der Verkehrs- und Flugsicherung. Auch in der Landwirtschaft und Bauindustrie könnte es zum Einsatz kommen.

Läuft von jetzt ab alles nach Plan, ist das Navigationssystem 2014 betriebsfähig und ab 2020 voll einsatzbereit.

Der heute vom amerikanischen GPS beherrschte Satelliten-Navigations-Markt soll bis 2030 ein Volumen von bis zu 90 Milliarden Euro erreichen.