Eilmeldung

Eilmeldung

Rasmussen: Ende des NATO-Einsatzes in Libyen näher gerückt

Sie lesen gerade:

Rasmussen: Ende des NATO-Einsatzes in Libyen näher gerückt

Schriftgrösse Aa Aa

Libyen schlägt ein neues Kapitel auf. Fragen wirft jedoch der künftige NATO-Einsatz auf. Während Teile der Allianz auf ein schnelles Ende drängen, heißt es aus Ländern wie Großbritannien und Frankreich, man solle nichts überstürzen, nun da der Diktator tot ist.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy sagte, dass der Tod eines Menschen – egal, was er in seinem Leben begangen habe – niemals Anlass zur Freude sein sollte. Doch die Bedrohung, die von Gaddafi und seinen Milizen ausging, hätte eine Gefahr für die Zukunft Libyens dargestellt. Nun müsste das Land in die Zukunft blicken, im Streben nach Vergebung und Versöhnung.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zog Bilanz: Das Bündnis und die Partner hätten das Mandat der Vereinten Nationen erfolgreich umgesetzt: Die Menschen in Libyen zu schützen. Nun werde der Einsatz in Abstimmung mit den Vereinten Nationen und dem Nationalen Übergangsrat beendet. Dieser Moment sei näher gerückt.”

Für den britischen Premierminister David Cameron haben die Libyer nun bessere Möglichkeiten, sich eine starke und demokratische Zukunft aufzubauen. Er sei stolz auf die Rolle, die sein Land dabei gespielt habe. Er bedanke sich den tapferen Menschen in Libyen, durch deren Hilfe das Land befreit wurde. Großbritannien werde ihnen helfen und mit ihnen zusammenarbeiten.

Tod Gaddafis beschleunigt wirtschaftliche Erholung Libyens nicht

Der Tod des langjährigen libyschen Machthabers Gaddafi dürfte nach Meinung von Exprten die wirtschaftliche Erholung des Landes nicht wesentlich beschleunigen. Die Rückkehr zu den Vorkriegs-Ölförderquoten etwa werde lange dauern, schätzt das Baker Institute for Public Policy in den USA.

Libyen verfügt über die größten Ölreserven Afrikas.

Sie machen etwa 95 Prozent der Exporteinnahmen aus und könnten langfristig dem Land zu allgemeinem Wohlstand verhelfen.