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Spanien zwischen Hoffnung und Zweifel nach ETA-Ankündigung

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Spanien zwischen Hoffnung und Zweifel nach ETA-Ankündigung

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Freude und neue Hoffnung in Spanien: Die Untergrundorganisation ETA gab gestern das Ende des bewaffneten Kampfes für ein unabhängiges Baskenland bekannt. Sie wird von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestuft.

In den letzten zwei Jahren wurde die ETA deutlich geschwächt, als mehrere führende Mitglieder verhaftet wurden.

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sprach von einem “Sieg der Demokratie, des Gesetzes und der Vernunft”.

Dieser Sieg kommt für Manuel Giménez Larraz’ Vater zu spät. Der konservative Politiker aus Zaragoza wurde von der ETA vor zehn Jahren getötet. Er sei glücklich, dass in Zukunft keine Familie mehr diese Erfahrung durchmachen müsste, sagte Giménez Larraz.

In den vergangenen 40 Jahren wurden mehr als 800 Menschen durch ETA-Anschläge getötet.

Er glaube schon, so Giménez Larraz weiter, dass dies das Ende der ETA sei. Die Organisation habe keine andere Wahl. Die separatistische ETA sei heutzutage ein Widerspruch in einem vereinten und modernen Europa, wo politische Ideen in Parlamenten und nicht mit Pistolen verteidigt würden.

Vielen Opferverbänden geht die Ankündigung der ETA jedoch nicht weit genug. Sie verlangen von der Organisation, alle Waffen auszuhändigen und die vollständige Auflösung bekannt zu geben.