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Tunesien: Erster Urnengang des Arabischen Frühlings

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Tunesien: Erster Urnengang des Arabischen Frühlings

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In Tunesien ist der Wahlkampf für die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit zu Ende gegangen. Mehrere tausend Menschen nahmen an den Abschlusskundgebungen der Parteien teil. Als Favorit gilt die islamistische En-Nahdha-Bewegung. Sie hat allerdings nur wenige mögliche Koalitionspartner und damit nur geringe Aussichten, die politische Führung zu übernehmen. Ihr größter Rivale ist die Progressive Demokratische Partei (PDP). Sie sieht sich als Verteidigerin eines modernen Tunesien. Die PDP soll viele Spenden aus der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich erhalten haben.

Insgesamt stehen mehr als 100 Parteien zur Wahl. Gewählt wird eine verfassungsgebende Versammlung. Sie soll in den kommenden zwölf Monaten den Grundstein für eine demokratische Zukunft Tunesiens legen und auch eine neue Übergangsregierung bestimmen. 180 Beobachter der EU überwachen die Stimmabgabe.