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Einen Sohn verloren - ein freies Land gewonnen

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Einen Sohn verloren - ein freies Land gewonnen

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Ihr Sohn und Bruder war es, der den Stein ins Rollen brachte: Mohamed Bouazizi hatte sich aus Verzweiflung über seine Arbeits- und Perspektivlosigkeit und die Drangsalierung durch die Behörden im vergangenen Dezember selbst verbrannt. Sein Tod wenige Tage später löste die Massenproteste in Tunesien aus. Es war der Beginn des arabischen Frühlings.

Seine Mutter Manoubia hat einen Sohn verloren – und ein freies Land gewonnen: “Ich bin sehr, sehr stolz auf ihn. Wir danken Gott, dass er ein Mann war, der die Welt verändert hat, nicht nur Tunesien. Ich werde im Interesse meines Landes meine Stimme abgeben. Wir haben hart gearbeitet, wir wollen nicht weiter unterdrückt werden. Ich möchte sehen, dass Tunesiens Frauen geschützt und respektiert werden.”

So wie ihrem Sohn ging es vielen: Trotz guter Ausbildung fanden sie keine Arbeit. Den Langzeitpräsidenten Ben Ali haben sie gestürzt und den Menschen in Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und Bahrein ebenfalls Mut gemacht. Einen Job suchen aber heute auch viele noch.