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ETA-Gewaltverzicht: Basken fordern mehr Autonomie

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ETA-Gewaltverzicht: Basken fordern mehr Autonomie

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Zwei Tage nach der Beendigung des bewaffneten Untergrundkampfes durch die baskische Separatistenorganisation ETA haben in Bilbao mehrere tausend baskische Nationalisten Zugeständnisse der spanischen Zentralregierung gefordert. Neben größerer Autonomie wurden auch Rufe nach einer Verlegung von inhaftierten ETA-Kämpfern in baskische Gefängnisse laut.

“Das baskische Volk fordert nicht mehr als Frieden und Selbstbestimmung”, sagt eine Demonstrantin und eindemonstrant meint: “Wir wollen die baskischen Gefangenen nach Hause holen, damit wir einen neuen Anfang machen können”.

Unter den Demonstranten waren zahlreiche ETA-Sympathisanten. Die ETA hat Spanien und Frankreich aufgefordert, ETA-Häftlinge ins Baskenland zu verlegen, damit sie näher bei ihren Verwandten sind.

“Die neue Strategie der Abertzale, der nationalistischen Linken, Gewalt abzulehnen und politische Methoden anzuwenden, wird von ihren Anhängern unterstützt, wie man an dieser Demonstration sieht. Diese massive Botschaft sollten die anderen baskischen Parteien nicht unterschätzen”, meint euronews-Reporter Javier Villagarcia.

Der baskische Ministerpräsident Patxi Lopez sagte auf einer Kundgebung seiner Sozialisten für die spanische Parlamentswahl, die ETA habe keinen Anspruch auf eine Gegenleistung für ihren Gewaltverzicht; und er erinnerte an die Opfer der ETA: mehr als 800 Tote in vierzig Jahren