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Krisengipfelmarathon in Brüssel: Entscheidungen ohne Gewähr

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Krisengipfelmarathon in Brüssel: Entscheidungen ohne Gewähr

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In Brüssel sind am Sonntag die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder zu einem Krisengipfel zusammengetroffen. Mit offiziellen Ergebnissen wird jedoch nicht gerechnet, weil Deutschland für einige Entscheidungen noch die Zustimmung seines parlamentarischen Haushaltsauschusses einholen muss. Angesichts nervöser Finanzmärkte drängt eine Lösung für die Schuldenkrise vor allem Griechenlands, sowie die Einigung darauf, wie der sogenannte Euro-Rettungsschirm EFSF genau funktionieren soll. Auch die über die eventuelle Rekapitalisierung von Europas Banken muss entschieden werden.

Dazu der Finanzanalyst Sony Kapoor:
“Ob die Banken mehr Kapital brauchen, hat gar nicht so viel mit Griechenland zu tun, sondern mit der Tatsache, dass nationale Banken eine Menge Anleihen ihrer Staaten halten. Spanische Banken halten Spanische Staatsanleihen, italienische Banken italienische Staatsanleihen. Und gegenwärtig werden alle Anleihen von Staaten in Schwierigkeiten: Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien, auf sehr niedrigem Niveau gehandelt.”

Nach dem Treffen der EU-Chefs begann am Nachmittag eines der 17 Eurozonenländer. Sie sind es auch, die sich dann Mitte kommender Woche noch einmal treffen wollen.

Euronews-Korrespondentin Audrey Tilve:
“Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat keinen Zweifel daran gelassen: vor kommendem Mittwoch wird keine Entscheidung offiziell gemacht. Ob die daraus resultierende Spannung den Märkten behagen wird, darf bezweifelt werden.”