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Lange Schlangen vor Tunesiens Wahllokalen

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Lange Schlangen vor Tunesiens Wahllokalen

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In Scharen strömen die Tunesier zu den ersten freien Wahlen in der Geschichte des Landes: Neun Monate nach dem Sturz von Präsident Ben Ali wählen sie eine verfassungsgebende Versammlung. Diese soll eine Übergangsregierung benennen und eine Verfassung ausarbeiten.

Mehr als 11.000 Kandidaten bewerben sich um ein Mandat. Stärkste Einzelpartei könnte die islamistische Ennahdha-Bewegung werden.

Das Votum im Mutterland des “arabischen Frühlings” gilt als Modell für die anderen Länder in Nordafrika, die den Volksaufstand probten.

Rund sieben Millionen Tunesier sind wahlberechtigt.

Schon kurz nach Öffnung der Wahllokale bildeten sich lange Schlangen. Erste Ergebnisse sollen am Abend bekanntgeben werden.

“Ich bin sehr glücklich. Das ist hier sehr emotional, wir haben nicht zu hoffen gewagt, dass wir eines Tages in Tunesien frei wählen können”, erklärt eine Wählerin.

Spätestens in einem Jahr sind dann Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geplant.