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Algerien: Entwicklungshelfer aus Spanien und Italien entführt

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Algerien: Entwicklungshelfer aus Spanien und Italien entführt

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In der Sahara sind drei Entwicklungshelfer, zwei aus Spanien und eine Frau aus Italien, von Bewaffneten entführt worden. Nach Aussagen des spanischen Außenministeriums ereignete sich der Zwischenfall in einem Flüchtlingslager in der Gegend von Tindouf im Südwesten Algeriens.

Die beiden Spanier gehören zur spanischen Hilfsorganisation Mundubat. Deren Chef Iñaki Markiegi sagte Pressevertretern, man wisse nichts über eine etwaige Befreiung der Gekidnappten. Man stehe aber in direktem Kontakt mit den Behörden vor Ort.

Wie er weiter erzählt, seien mitten in der Nacht zum Sonntag bewaffnete Männer in einem Flüchtlingslager aufgetaucht und hätten die drei nach einem Schusswechsel entführt.

Spaniens Außenministerin Trinidad Jiménez sagte, man müsse über weitere Maßnahmen sprechen, sie werde sich mit den Verantwortlichen der Hilfsorganisationen treffen und das Vorgehen besprechen.

In dem Lager leben Flüchtlinge aus der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara. Laut den Lagerverantwortlichen handelt es sich bei den Entführern um “Terroristen” aus Mali. Erst vor gut einer Woche waren zwei spanische Helferinnen aus Kenia nach Somalia verschleppt worden.