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Briten sollen über EU-Austritt abstimmen

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Briten sollen über EU-Austritt abstimmen

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Großbritannien verlässt die Europäische Union – das zumindest wünschen sich einige Mitglieder der britischen Konservativen, die im Parlament eine entsprechende Abstimmung organisiert haben. Premierminister David Cameron musste sich somit nicht nur mit Oppositionsführer Ed Miliband, sondern auch mit den eigenen Parteigenossen herumschlagen. In deren Richtung sandte er eine deutliche Botschaft:

“Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um mitten in der Wirtschaftskrise einen solchen Antrag einzubringen. Wenn das Haus Deines Nachbarn brennt, sollte man als erstes helfen, nicht zuletzt, damit die Flammen nicht auf das eigene Haus übergreifen. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt.”

Doch für die knapp 80 Eurorebellen bei den Tories könnte der Zeitpunkt nicht besser sein. Während die Eurostaaten sich durch die Krise mit unbekanntem Ausgang kämpfen, erscheint vielen Briten die EU ferner denn je. Auch Bernard Jenkins, Abgeordneter der konservativen Tories gehört zu den Europagegnern:

“Ich werde für den Antrag stimmen. Er ist sehr direkt und macht die Alternativen deutlich: bleiben wir in der EU oder nicht. Oder suchen wir vielleicht ein anderes Verhältnis mit unseren EU-Partnern. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum die Regierung diesen Ansatz nicht unterstützt.”

Vor dem House of Parliaments in London versammelte sich eine kleine Gruppe von EU-Gegnern, die hier für einen Abschied des Vereinigten Königreichs von Europa plädierten. Laut einer Zeitungsumfrage wollen 61 Prozent der Briten ein Referendum, einen sofortigen Aistritt befürwortete ein Drittel der Befragten. Dem Antrag werden keine Chancen auf Erfolg eingeräumt.