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Das Ende von Gaddafi wirft Fragen auf

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Das Ende von Gaddafi wirft Fragen auf

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Die Rebellen haben neue Bilder der letzten Minuten des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi veröffenlicht. Der 69-Jährige ist umgeben von einer wütenden Menge, es herrscht Chaos. Er scheint am Kopf verletzt zu sein, doch wer ihn letztlich erschossen hat, ist unklar.

Ein Kommandeur erklärte: “Wir übergaben Gaddafi einer Ambulanz. Er blutete am Kopf und er schien auch in der Bauchgegend verletzt zu sein. Es ging alles sehr schnell, doch ich erinnere mich an seine blutverschmierte Kleidung und an seine Kopfwunde. Gaddafi war zu diesem Zeitpunkt noch am Leben.”

In den nächsten Tagen soll ein Obduktionsbericht veröffentlicht werden. Ein Kämpfer aus Bengasi behauptet, dass er Gaddafi erschossen habe. In einem Video brüstet er sich mit der Tat: “Wir erkannten Gaddafi an seinen Haaren. Er sagte mir, dass er mein Vater sein könne. Rebellen aus Misrata kamen und wollten ihn mitnehmen. Ich schoss ihn in die Armbeuge und dann ein zweites Mal in den Kopf.”

Der libysche Übergangsrat hat eine Untersuchung der genauen Todesumstände angeordnet. Hierzu solle eine unabhängige Kommission gebildet werden, teilte Abdel Dschalil, der Chef des Übergangsrates mit. Der Übergangsrat kündigte auch an, dass Gaddafis Leichnam nicht mehr länger in der Kühlhalle eines Einkaufzentrums in Misrata zur Schau gestellt wird.