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"Die meisten Menschen wollen die EU verlassen"

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"Die meisten Menschen wollen die EU verlassen"

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In Großbritannien haben sich die EU-Skeptiker laut zu Wort gemeldet und das Parlament dazu gebracht, sich mit der Mitgliedschaft des Landes in der EU zu befassen. Bei einem Referendum soll über die Frage abgestimmt werden, fordert unter anderem die unabhängige Parlamentsabgeordnete Nikki Sinclair:

“Ich denke die Menschen sind unzufrieden mit unserem Verhältnis zur EU. Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit eine Volksabstimmung will, und eine Mehrheit will die EU verlassen.”

Eine EU-Gegnerin sagte auf einer Demonstration:

“Wir wurden gefragt, ob wie dem gemeinsamen Markt beitreten wollen, da ging es also um ein gemeinsames Handelsabkommen. Das hatte aber nichts mit einer politischen Union oder einer Einheitswährung zu tun.”

Ein junger Demonstrant:

“Wir sind keine Euro-Skeptiker. Wir sind EU-Skeptiker. Das hat nichts mit Europa zu tun. Wir lieben Europa, aber wir fühlen uns von einer politischen Klasse völlig betrogen, die ganz allmählich unsere Rechte untergraben und uns unsere Rechte weggenommen hat.”

Robert Oulds von der konservativen Bruges Group:

“Die meisten Menschen in diesem Land sind Euro-Skeptiker. Sie wollen nicht von Brüssel aus regiert werden, von Mitgliedern der EU. Die meisten unserer Gesetze kommen von den nicht gewählten Institutionen der EU.”

In Zeiten, in denen sich die EU im Ganzen und die Eurozone im speziellen krisengerüttelt zeigen, lodert im Königreich die ohnehin latent vorhandene Europa-Skepsis besonders hell auf. Allerdings hat Premierminister David Cameron klargemacht: Gerade in der Krise sei es falsch, über einen Austritt nachzudenken.