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Diplomatische Krise zwischen Washington und Damaskus

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Diplomatische Krise zwischen Washington und Damaskus

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Das Klima zwischen Syrien und den USA wird merklich kühler: Nachdem Washington seinen Botschafter Robert Ford aus Damaskus abgezogen hatte, reagierte Syrien umgehend und beorderte seinen Botschafter in den USA ebenfalls zurück. Die USA argumentierten mit Sicherheitsbedenken: In den vergangenen Monaten hatten Anhänger von Präsident Baschar al-Assad nicht nur die US-Botschaft, sondern auch den Konvoi des Botschafters angegriffen. “Wir sind besorgt wegen einer regimegesteuerten Hetzkampagne der syrischen Regierungsmedien, die sich direkt gegen Botschafter Ford richtet, und wegen der Sicherheitsrisiken, die daraus resultieren”, so eine Sprecherin des Weißen Hauses. “Daher möchte ich diese Gelegenheit ergreifen und die syrische Regierung aufrufen, ihre Kampagne und die bösartige und hinterlistige Propaganda gegen Botschafter Ford sofort zu beenden.”

Ford hatte die syrische Regierung verärgert, weil er offen mit Regierungsgegnern sympathisiert hatte. So war er bei Trauerfeierlichkeiten für Oppositionelle erschienen und hatte die Demonstranten in der Protesthochburg Hama besucht.