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Erdbeben in der Türkei: Retter suchen nach Überlebenden

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Erdbeben in der Türkei: Retter suchen nach Überlebenden

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Nach dem schweren Erdbeben in der Osttürkei suchen Hunderte Helfer in den Trümmern fieberhaft nach Verschütteten. Das Beben mit der Stärke 7,2 hatte die Region um die Stadt Van im Osten Anatoliens erschüttert. Zahlreiche Häuser stürzten ein, die Zahl der Opfer ist derzeit kaum absehbar: Experten der türkischen Erdbebenwarte schätzen angesichts der Schwere des Bebens, dass mindestens 1000 Menschen getötet worden sein, 200 wurden bereits gefunden.

Die schwersten Schäden gab es in der Stadt Ercis, wo rund 80 Gebäude einstürzten und Dutzende Leichen geborgen wurden. Rund 1000 Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Aber auch in der Provinzhauptstadt Van brachen mehrere Gebäude in sich zusammen, und auch dort sind die Rettungskräfte nun unermüdlich im Einsatz – immer wieder behindert von Nachbeben.

Laut dem Krisenstab der türkischen Regierung werden aus dem ganzen Land Hunderte Helfer, Sanitäter und Ärzte in die Katastrophenregion geflogen. Zunächst hatten die Bewohner der betroffenen Städte mit Schaufeln und auch mit den Händen nach Überlebenden gesucht.

Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht, denn hier treffen die eurasische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinander. Mehr als 90 Prozent des Landes liegen auf so genannten Erdbebengürteln. Das Beben in der Osttürkei war auch im Nachbarland Armenien zu spüren; allerdings gab es von dort keine Berichte über Schäden oder Verletzte.