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Tunesien wartet auf Wahlergebnisse

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Tunesien wartet auf Wahlergebnisse

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Es bleibt spannend in Tunesien: Das Mutterland des “arabischen Frühlings” wartet auf die Ergebnisse der ersten freien Wahl seiner Geschichte.

Die Auszählung der Stimmen hat vielerorts mit Verspätung begonnen, mit einem vorläufigen Endergebnis wird voraussichtlich erst am Dienstag zu rechnen sein.

Der Andrang war gross, der Wahlkommission zufolge soll die Beteiligung bei mehr als 90 Prozent gelegen haben.

Wahlkommissionspräsident Kamel Jendoubi sagte: “Die hohe Wahlbeteilung zeigt, dass das tunesische Volk wieder Selbstvertrauen gewonnen hat. Und sie zeigt auch, dass transparente und demokratische Wahlen in unserer Region möglich sind.”

Vor allem der wahrscheinliche Wahlsieg der islamistischen Ennahdha-Partei bewegt die Gemüter. In Umfragen lag die Bewegung von Rachid Ghannouchi mit bis zu 30 Prozent der Stimmen klar vorn. Sie war unter Langzeitherrscher Zine el Abidine Ben Ali verboten und ist in der Bevölkerung stark umstritten. Besonders liberale Frauen fürchten eine Machtübernahme der Islamisten.