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Eurozone: Tag der Entscheidung

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Eurozone: Tag der Entscheidung

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Der Tag vor der großen Entscheidung für die Eurozone: An diesem Mittwoch kommen erneut die Staats- und Regierungschefs der EU zusammen, um den Weg für ein umfassendes Rettungspaket zu ebnen, das eine dauerhafte Krisen-Lösung bringen soll.

Vier Themen bestimmen die Debatte. Die Euro-Retter wollen einen radikalen Schuldenschnitt für Griechenland. Private Gläubiger sollen demnach auf bis zu 60 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Damit die europäischen Banken wegen der Abschreibungen nicht ins Schlingern geraten, sollen sie ihre Kapitalbasis stärken. Die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds EFSF soll erhöht werden. Zudem soll Italien in die Pflicht genommen werden, Reformen einzuleiten.

Bislang stehen dem Rettungsschirm 440 Milliarden Euro zur Verfügung. Durch eine Kombination von öfffentlichem und privaten Kapital sollen mehr Mittel bereitgestellt werden. Zwei Optionen liegen auf dem Tisch: Die SPIV – eine sogenannte “Investment Zweckgesellschaft” bei der öffentliches und privates Kapital zusammengeführt werden.

Die andere Option wäre eine Teilabsicherung, bei welcher der Fonds Käufern neuer Staatsanleihen aus Ländern wie Italien oder Spanien einen Teil des Ausfallrisikos abnimmt. Beide Optionen schließen sich nicht gegenseitig aus.

Unklar bleibt, ob die EZB aus eigenem Antrieb oder nach Auforderung der Regierungen weiter Anleihen kaufen soll. Der EU-Entwurf sieht letzteres vor. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel stellte sich jedoch dagegen und erklärte, es sei nicht die Aufgabe der Politik, der EZB zu sagen, was sie tun solle.