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Timoschenko droht weiteres Strafverfahren

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Timoschenko droht weiteres Strafverfahren

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Der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko droht eine weitere Klage wegen Steuerhinterziehung.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kiew sagte, die frühere Ministerpräsidentin stehe im Verdacht während ihrer Tätigkeit als Direktorin eines Energiekonzerns mehr als vier Millionen Euro veruntreut zu haben.

“Das Ermittlungsverfahren wird im Fall Julia Timoshenko von der Steuerfahndung derzeit eingeleitet.”

Bereits Ende der 90er-Jahre sollte eine Klage in dieser Sache erhoben werden, die nach der Orangenen Revolution aber wieder fallen gelassen wurde. Ein Sprecher von Timoschenkos Partei weist die Vorwürfe zurück:

“Diese Klage kann nur mit dem Wunsch nach Rache und der Schwäche des Regimes erklärt werden. Es gibt keine andere Erklärung für diesen Fall.”

Timoschenko wurde erst Anfang des Monats wegen Amtsmissbrauchs in ihrer Zeit als Ministerpräsidentin zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Sie soll Gasverträgen mit Russland zugestimmt haben, die Nachteile für die Ukraine mit sich brachten.

Timoschenko will das Urteil vor den europäischen Gerichten anfechten.