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Islamisten auf Partnersuche

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Islamisten auf Partnersuche

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Noch vor Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses haben die tunesischen Islamisten Koalitionsverhandlungen mit möglichen Partnern begonnen.

Rachid Ghannouchi, der Führer der islamistischen Ennahdha-Partei, stellte unterdessen auch den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten Hamadi Jebali vor.

Die bislang vorgelegten Teilergebnisse lassen auf einen haushohen Wahlsieg der islamistischen Ennahdha schließen. Die Partei kündigte jedoch Gespräche mit allen politischen Parteien an, um eine Übergangsregierung der nationalen Einheit bilden zu können.

Die sozialdemokratische Partei Ettakatol bestätigte Verhandlungen mit dem voraussichtlichen Wahlsieger. Liberale Tunesier unterstellen den Islamisten extremistische Tendenzen und fürchten um Bürger- und Freiheitsrechte. Im Ennahdha-Wahlprogramm gibt es allerdings keine Hinweise auf eine solche Gefahr.

Wohl auch um den Befürchtungen entgegenzutreten, hat die Ennadha bereits angekündigt, den Tourismussektor in keinster Weise durch religiöse Vorschriften regulieren zu wollen.