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Weitere Erdbeben-Überlebende - Erdogan gesteht Fehler ein

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Weitere Erdbeben-Überlebende - Erdogan gesteht Fehler ein

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Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Osten der Türkei konnte eine weitere Überlebende geborgen werden: Die 27-jährige Lehrerin Gözde Bahar lag 67 Stunden unter den Trümmern eines eingestürzten Hauses begraben. Im Krankenhaus erlitt sie einen Herzstillstand, konnte aber wiederbelebt werden.

Die Zahl der Todesopfer durch das Beben der Stärke 7,2 stieg unterdessen auf 461 an, mehr als 1300 Menschen sind verletzt, und es wird vermutet, dass noch viele Tote verschüttet sind.

Aus dem ganzen Land wird Hilfe in die Provinz Van an der Grenze zum Iran geschickt, doch die Verteilung der Güter gestaltet sich schwierig, und die Opfer zeigen sich zunehmend unzufrieden.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gab unterdessen Fehler beim Krisenmanagement zu. Die Regierung beschloss, doch internationale Hilfe anzunehmen – auch aus Israel, das eine Luftbrücke in das türkische Katastrophengebiet startete. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten nach der Tötung von neun türkischen Aktivisten bei der Erstürmung einer Gaza-Flotte durch die israelische Armee schwer gelitten.