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"Die EU musste Italien unter Druck setzen"

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"Die EU musste Italien unter Druck setzen"

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In einem Brief erklärte Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi den EU-Spitzen, mit welchen Maßnahmen er sein Land sanieren will. Zum Beispiel mit der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 oder mittels Neuausrichtung des öffentlichen Sektors. Was die europäischen Partner beruhigen soll, sorgt im eigenen Land für gemischte Reaktionen.

Dieser Einwohner Roms zeigt Verständnis, er meint, Frankreich und Deutschland hätten nicht übertrieben, sie hätten Druck auf die Regierung in Rom ausüben müssen.

Die Presse Italiens widmet sich dem Thema, und während die EU, so ist zu lesen, positiv reagierte, fühlen sich Gewerkschaften, aber auch viele Bürger unwohl mit Berlusconis Plänen.

“Nur weil es einfach wird, Beschäftigte zu feuern, hilft es den Leuten noch lange nicht. Wer viel Geld hat, sollte in diesem Augenblick der Krise auch mehr zahlen.”

Beim EU-Gipfel am Wochenende hatten besonders Deutschland und Frankreich von Italien zügige Schritte gegen das drohende Haushaltsfiasko gefordert. Doch nicht zuletzt angesichts wachsender Spannungen innerhalb der Regierung in Rom und einem ohnehin vergifteten politischen Klima zweifeln einige Beobachter an der Fähigkeit Italiens, die geforderten Reformen umzusetzen.