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Gaddafis Geheimdienstchef und Sohn in die Wüste geflüchtet

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Gaddafis Geheimdienstchef und Sohn in die Wüste geflüchtet

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Noch im August zeigte sich der zweitälteste Sohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar Gaddafi siegessicher. Jetzt, nach dem Tod seines Vaters, will sich Saif al-Islam Gaddafi dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen, wie die libysche Übergangsregierung mitteilte. Geheimdienstmitarbeitern zufolge wurde Saif al-Islam zuletzt in der Wüste an der Grenze zu Niger oder Algerien vermutet.

Neben dem Gaddafi-Sohn wolle auch der frühere Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi aufgeben, hiess es. Beide Männer sollen sich in der Wüste aufhalten. Gegen sie besteht ein internationaler Haftbefehl, ihnen wird Verbrechen an der Menschlichkeit vorgeworfen.

Die Milizen des Übergangsrates geraten unterdessen zunehmend ins Zwielicht. Es gibt Anhaltspunkte für ein Massaker an Dutzenden Gaddafi-Anhängern in Sirte, die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fordert eine Aufklärung.

Saif al-Islam ist der letzte von Gaddafis sieben Söhnen, dessen Verbleib unklar ist. Der ehemalige Machthaber selber wurde unterdessen an einem geheimen Ort in der Wüste beigesetzt.