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Wechselkurskrise treibt Ungarn in die Schuldenfalle

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Wechselkurskrise treibt Ungarn in die Schuldenfalle

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In den Boomjahren nach der Wende und EU-Beitritt haben viele Ungarn riskante Kredite in Fremdwährungen wie dem Schweizer Franken, Yen oder Euro aufgenommen. Aber aufgrund der über Jahre hinweg konstant maroden Wirtschaftspolitik der ungarischen Regierungen sackte der Forintkurs gegenüber dem Schweizer Franken und dem Euro ins Bodenlose. Jetzt sitzen viele Ungarn gefangen in der Schuldenspirale. Privatschuldner können ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Folge: Es drohen massenhaft Zwangsversteigerungen oder der Gang ins Pfandhaus.

Mit einem umstrittenen Gesetz will die antiliberale Regierung in Budapest einen Teil der Immobilienschuldner – und damit der eigenen Wählerklientel – retten. Und zwar auf Kosten insbesondere der ausländischen Banken. Zu einem von der populistischen Regierung verordneten Festkurs, der 25 Prozent unter dem Marktwert liegt, können Ungarn ihre Fremdwährungsschulden in Forintschulden umtauschen. Die Banken, die die Differenz zum realen Kurs tragen sollen, klagen dagegen.

Handelt es sich um eine Einschränkung des freien Kapitalverkehrs, eine der Grundfreiheiten der Europäischen Union?

Für weitere Auszüge aus unseren Interviews auf Englisch klicken sie bitte hier:
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