Eilmeldung

Eilmeldung

Will Peking bei der Rettung des Euro Hilfe leisten?

Sie lesen gerade:

Will Peking bei der Rettung des Euro Hilfe leisten?

Schriftgrösse Aa Aa

China hat die auf dem EU-Gipfel getroffenen Vereinbarungen begrüßt. Die Führung in Peking bekräftigte, dass sie bereit sei, bei der Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte mitzuhelfen. China hatte Europa wiederholt aufgefordert, die Schuldenkrise in der Euro-Zone zu lösen. China habe sich verstärkt um Importe aus Europa bemüht, so die stellvertretende chinesische Außenministerin Chinas Fu Ying gegenüber Euronews. Die Importe aus fast allen europäischen Ländern, die Investitionen in Europa und der Kauf europäischer Staatsanleihen seien gestiegen. Diese seien nie reduziert worden. China hält zur Zeit ausländische Staatsanleihen im Wert von 3,2 Billionen Dollar. Der Wert griechischer, portugiesischer und spanischer Staatsanleihen soll sich Fachleuten zufolge auf etwa 500 Milliarden Dollar belaufen. Der Analyst David Fouqet ist sich dessen sicher, dass Peking sein Portfolio diversifizieren will: “In der Vergangenheit hatte China großes Interesse an US-Staatsanleihen, seine größten Investitionen sind amerikanische Schatzobligationen. Weil Peking sich vor den Folgen der Vorherrschaft des Dollars in einer Zeit der Instabilität fürchtet, will es sein Portfolio breiter fächern.” Noch in dieser Woche will EFSF-Chef Klaus Regling nach Peking reisen, um dort die europäischen Pläne zur Stärkung des Rettungsschirms zu erläutern. Ob sich China tatsächlich an EFSF-Investionen beteiligen will, ist zur Zeit allerdings unklar.