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6500 Minuten Finsternis

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Mehr als vier Tage hat dieser 13-jährige Junge verschüttet unter den Trümmern seines Hauses gelegen.

Jetzt endlich, 108 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben in Ercis im Osten der Türkei, haben ihn die Rettungskräfte lebend bergen können.

In einem Hohlraum war es dem Jungen gelungen zwar verletzt aber relativ sicher zu überleben.

Die Chancen für eine derart späte Rettung von Kindern oder alten Leuten ist gering, verfügen sie doch meist kaum über physische Reserven und so finden die Bergungsmanschaften jetzt zunehmend nur noch Tote in den Trümmern.

Die Zahl der entdeckten Toten erhöhte sich mittlerweile auf 570, Verletzte wurden etwa 2500 registriert.

Probleme bereiten den Erdbebenopfern vor allem die Temperaturen: Einsetzender Schneeregen erschwerte die Bedingungen für Überlebende des Bebens, von denen einige noch immer auf Zelte warteten.

Das Beben mit einer Stärke von 7,2 hatte am Sonntag in der Provinz Van fast 2300 Häuser zerstört.