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Rätselraten um Verbleib von Gaddafi-Sohn Saif

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Rätselraten um Verbleib von Gaddafi-Sohn Saif

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Der flüchtige Gaddafi-Sohn Saif al-Islam soll sich freiwillig dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen. Das forderte jetzt der dortige Chefankläger Luis Moreno-Ocampo, der gleichzeitig “indirekte Kontakte” zu Saif bestätigte. Der soll sich indes im Niger aufhalten, berichten Medien, und auch der ehemalige libysche Geheimdienstchef Abdullah al-Sanussi, soll dorthin geflohen sein. Beiden wirft die Anklage Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Der Sprecher des nationalen Übergangsrates, Abdel Hafiz Ghogha, sagte in der libyschen Hauptstadt Tripolis:

“Unseren Erkenntnissen nach ist Abdullah al-Sanussi in den Niger geflohen. Das haben auch die nigrischen Behörden bestätigt. Daher wird er an den Internationalen Strafgerichtshof ausgeliefert werden.”

Ob sich Senussi – hier rechts im Bild – allerdings tatsächlich noch im Niger aufhält, ist ungewiss. Unbestätigten Berichten nach soll er inzwischen weiter nach Mali geflohen sein. Und auch Saif könnte sich auf dem Weg dorthin befinden. Beobachter schätzen, die beiden wollten so ihre Auslieferung an das Haager Tribunal umgehen, denn die nigrischen Behörden hatten erklärt, sie wollten ihren Verpflichtungen nachkommen und die beiden an das Gericht ausliefern.