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Streik bremst Air France

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Streik bremst Air France

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Wegen eines Streiks der Flugbegleiter nimmt die französische Fluggesellschaft Air France auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bis auf weiteres höchstens 100 Passagiere mit. Das bedeutet lästige Wartezeiten für alle. 80 Prozent der Flüge bis zum kommenden Dienstag seien aber vermutlich gesichert, so das Unternehmen. Genau weiß das keiner, denn die Streikenden müssen ihren Ausstand nicht vorab ankündigen.

Haupt-Leidtragende sind Urlauber am Pariser Flughafen Orly, die zu Allerheiligen in die Kurzferien starten wollen. Auch in Toulouse wurden Flüge gestrichen.

Eine Frau in Orly: “Ich habe keine SMS bekommen, keiner hat mich vorgewarnt. Ich habe ein kleines Mädchen, zwei Jahre alt. So kommt es, dass ich nicht den ganzen Tag lang warten kann. Und bis jetzt heißt es nur:`Geduld”

Ein Mann in Orly: “Wir kamen um sieben Uhr hier an, heute morgen. Wir wurden für einen Flug um zwei Uhr nachmittags gebucht, aber schließlich haben wir Plätze wir in einem Flugzeug um sieben Uhr abends bekommen. Macht zwölf Stunden am Flughafen. Und dass wir an diesem Abend wirklich wegkommen, ist nicht mal garantiert.”

Der Streik soll bis zum kommenden Mittwoch dauern. Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind Sparpläne. Air France kämpft derzeit mit roten Zahlen. Auf manchen Verbindungen sollen künftig

weniger Flugbegleiter eingesetzt werden – ein Sicherheitsrisiko, so die Gewerkschaften.

mit afp, Reuters, dpa