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Die Zeiten, in denen Saif al-Islam vor jubelnden Anhängern auftrat, sind vorbei. Unbestätigten Berichten zufolge soll sich der Lieblingssohn des getöteten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Niger aufhalten und versuchen, Mali zu erreichen. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Luis Moreno-Ocampo, versprach Saif-al Islam einen fairen Prozeß, sollte er sich freiwillig stellen. “Er sagt, er sei unschuldig”, so Moreno-Ocampo, “und er will das beweisen. Er macht sich Sorgen darüber, was mit ihm geschehen wird, wenn ein Gericht seine Unschuld festgestellt hat. Wir versuchen, ihm das Rechtssystem zu erklären, dass der Richter entscheiden wird, welche Auswirkungen ein Urteil hat. Wir denken, wir haben starke Beweise gegen ihn. Offenbar will ihm eine Söldnergruppe helfen, in ein anderes Land zu gelangen. Das wollen wir verhindern, darum arbeiten wir mit verschiedenen Staaten zusammen, um seine Versuche zu stoppen.”

Saif al-Islams Vater Muammar al-Gaddafi war unter nicht geklärten Umständen getötet worden; seine Leiche hatte man tagelang ausgestellt – Bilder, auf die sich manche Medien mit Begeisterung gestürzt hatten. Saif al-Islam signalisierte offenbar dem Übergangsrat, er sei nur dann bereit, sich zu ergeben, wenn man ihm die Überstellung nach Den Haag garantiere.