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Wieder Anschläge in Afghanistan

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Wieder Anschläge in Afghanistan

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Ein blutiger Samstag in Afghanistan: Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Laut der Internationalen Schutztruppe Isaf waren die meisten Opfer ausländische Soldaten. Zu ihrer Nationalität machte die Isaf keine Angaben. Medien hatten zuvor berichtet, es habe sich hauptsächlich um US-Soldaten gehandelt. Außerdem starben zwei Schulkinder, ein Passant und ein afghanischer Polizist. Es war der schwerste Anschlag gegen die NATO-Truppen in Afghanistan seit Jahren.

Wie der Polizeisprecher von Kabul sagte, hatte der Anschlag einem Konvoi der Isaf gegolten. Der Angreifer hatte sich demnach in einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft gejagt. Zu der Tat bekannten sich wenig später die radikalislamischen Taliban. Ihr Sprecher erklärte, im Wagen des Attentäters seien 700 Kilogramm Sprengstoff eingebaut gewesen. Der Anschlag habe amerikanischen Militärausbildnern gegolten. Den Tod der Zivilisten bezeichnete der Taliban-Sprecher als “Unglücksfall”.

Ein weiterer Anschlag ereignete sich in der südafghanischen Provinz Kandahar: Ein Mann in der Uniform der afghanischen Nationalarmee erschoß drei australische Isaf-Soldaten und wurde anschließend selbst getötet. Unklar war zunächst, ob er sagte in Kabul, man prüfe, ob der Angreifer tatsächlich ein Armee-Angehöriger oder ein verkleideter Aufständischer gewesen sei.